Buch: Ich bin mal kurz tot

Wer kennt das nicht:

Man hat von einem Buch gehört, wo einen das Thema interessiert oder wir den Autor gut finden.

„Ich bin mal eben tot“ von Lance Rubin ist solch ein Buch. Der Titel ließ mich aufhorchen, als im Radio über dieses „coole“ Buch geredet wurde. Ich beschloss die 19,99 € für das Buch aus zu geben und mich in das Gedankenexperiment des Autors zu begeben.

Ich habe das Buch mit zwei Unterbrechungen gelesen und heute morgen habe ich die letzte Seite gelesen.

Ich verspürte danach das dringende Bedürfnis, dem Autor eine e-Mail zu schreiben, auch wenn mir bewusst ist, dass solche e-Mails nicht beantwortet werden. Egal! Hauptsache einmal das los werden, was einem durch den Kopf geht. Ich möchte Euch diese e-Mail nicht vorenthalten, auch wenn sie nicht wirklich spektakulär ist….

„Sehr geehrter Herr Rubin,

ich habe gerade eben ihr Buch „Ich bin mal kurz tot“, zu Ende gelesen und verspüre das Bedürfnis, Ihnen ein feedback zu geben.

Als ich im Radio von Ihrem Buch hörte, dachte ich mir, es könnte vielleicht ganz lustig sein, das Buch zu lesen. Ich selbst habe vor zwei Jahren nicht gewusst, ob jeder neue Tag mein letzter ist. So bin ich auch mit einem persönlichen Gefühl an dieses Buch heran gegangen.

So abwägig ihre fiktive Geschichte auch klingen mag, so real kann es leider auch sein. Nein, ich gehöre nicht zu einer Verschwörungstheorie! Was ich lediglich damit sagen wollte, wenn einem bewusst wird, dass man stirbt oder sterben könnte, fängt man an, vieles bewusster wahrzunehmen – man lebt den Moment bewusster, wodurch viele merkwürdige Situationen entstehen, die sonst vielleicht nicht entstanden wären.

Ich muss gestehen, deswegen schreibe ich nicht. Sie haben in dem Buch alle Fragen beantwortet, die beim lesen auftreten, das klappt im wahren Leben leider nicht – da leben wir jeden Tag in das Ungewisse hinein.

Jedoch muss ich gestehen, ich habe das Buch zu Ende gelesen, beiseite gelegt und gedacht:“Was für ein Mist! Zeitverschwendung!“.

Warum?

Tja, erwartet habe ich nicht wirklich viel von dem Buch, jedoch ist das Ende kurz – zu kurz. Es wirkt abgeschnitten.

Mein nächster Gedanke war:“Lässt Spielraum, für eine Fortsetzung.“

Ich habe mich ernsthaft damit aus einander gesetzt, warum man davon eine Fortsetzung schreiben sollte und ob das nächste Buch dann auch einen solch chaotischen Inhalt enthält.

Ehrlich gesagt, ich würde es nicht kaufen. Die 19,99 € für dieses Buch sind im nachhinein zu viel gewesen. Ich meine, mit welcher Rechtfertigung kostet dieses Buch 19,99 €? Ist es die Aufwendige Gestaltung, dass jede Seitenzahl mit einem kleinen Sarg versehen werden muss? Ist es das Cover?

Ich glaube, ich will es gar nicht wissen. Es ist eines von den Büchern, die in meinem Regal stehen werden, einstauben und irgendwann weiter verschenkt werden, weil ich Platz für Bücher brauche, die ich noch ein zweites oder drittes Mal lesen werde.

Beim Schreiben dieser e-Mail ist mir bewusst, dass sie in irgend einem Spamordner landet und nie gelesen oder beantwortet wird. Falls nicht, gehört diese negative Kritik leider zum Leben eines Autors, ganz in dem Sinne, dass wir nie wissen, wie es weiter geht.

Mit freundlichen Grüßen!“

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2 Gedanken zu “Buch: Ich bin mal kurz tot

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