Viel Leder und wenig Platz für Dreck

Samstag Abend und ich genieße gerade den „Feierabend“. Nachdem ich heute morgen zwei Kinder mit Ponyreiten glücklich gemacht hatte, habe ich angefangen die Trensen, das Fahrgeschirr zu säubern und zu ölen. Es erstaunt mich immer wieder, in welch kurzer Zeit sich der Dreck so dermaßen auf dem Leder festsetzt, dass man ihn trotz kräftigen schrubben mit einem härteren Schwamm, letzten Endes mit den Fingernägel noch weg kratzen muss.

Dafür, dass ich jetzt über eine Woche krank war, habe ich allerdings doch noch viel geschafft. Das schlechte Wetter macht sich so langsam bemerkbar, da bin ich ganz froh, dass ich die Dinge schon in den Stall geräumt habe, die den Winter nicht draußen verbringen sollten.

Es ist schon ein merkwürdiges Gefühl zu wissen, dass erst einmal Winterpause ist und kein geregelter Reitunterricht statt finden wird. Die Möglichkeit mit den Kindern im Winter ein wenig zu machen wäre gegeben, jedoch stehen jetzt im Dezember wieder Klausuren an.

Bevor ich krank geworden bin gab es die Quartalsnoten. Eigentlich kann ich mich wirklich nicht beschweren! Teilweise waren die Noten besser, als ich erwartet hatte. Was mich etwas traurig stimmte war der Satz: „Man merkt ihnen leider öfter mal an, dass ihre Leistung schwankend ist, aber ich weiß ja, dass das bei ihnen nicht die „null-bock-phase“ ist.

Wie war das? Wer nicht kämpft, hat schon verloren. Also, weiter geht es. Endspurt! April 2016 geht es dann ins Abitur. Und was danach? Tja, die Frage stelle ich mir seit Tagen öfter mal. So langsam muss ich mir da ernsthafte Gedanken machen.

Ich gebe zu, der Gedanke wieder in meinen alten Beruf zu gehen, hält sich hartnäckig. Wenn ich wie heute den halben Tag damit zu bringen Lederpflege zu betreiben, oder den Stall miste, merke ich erst einmal, wie viel Ruhe mir diese Arbeit gibt. Dazu kommt noch, dass ich mich einfach nicht mit dem Gedanken anfreunden kann, in einem Büro zu sitzen.

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